Der Rohstoffreichtum des Kongo war für Kolonialherren äußerst attraktiv. Besonders unter dem belgischen König Leopold I. wurde die Bevölkerung rücksichtslos unterdrückt und ausgebeutet. Millionen starben. 1960 wurde der Kongo unabhängig, 1965 putschte sich Mobutu Sese Seko an die Macht und formte das Land, das er "Zaire" nannte, nach seinem Willen um. Er wurde 1997 von Rebellen gestürzt. Der Kampf um die Macht wurde aber schon 1998 fortgesetzt und dauerte bis 2003. Der blutigste Krieg seit 1945 forderte etwa drei Millionen Todesopfer. Heute gibt es Kämpfe in den Ostprovinzen.

Seit Jahrzehnten arbeitet die MIVA mit Projektpartnern im Kongo zusammen, zum Beispiel mit den Herz-Jesu-Missionaren in der Diözese Bokungu-Ikela. Pioniere wie der gebürtige Wiener P. Friedrich Rezac, der seit Juli 1964 als Missionar im Kongo tätig ist, sind auch zu Zeugen der bewegten Geschichte des Landes geworden. In den Wirren des 2. Kongokrieges wurde etwa die Missionsstation Mondombe völlig ausgeplündert – auch die (MIVA-)Fahrzeuge wurden ein Raub der Rebellen. Die Missionare machten – auch mit Hilfe der MIVA – weiter und sind heute stolz auf ihre Kirche, in denen längst ein einheimischer Bischof und viele einheimische Priester die Verantwortung übernommen haben.