Die Geschichte des Kongo ist blutig. 1885 schwang sich der belgische König Leopold II. zum Kolonialherrn auf und betrachtete das Land als seinen Privatbesitz. Die Bevölkerung wurde in Sklaverei und Zwangsarbeit getrieben; vor allem Kautschuk war ein begehrtes Produkt. Bis zu zehn Millionen Kongolesen wurden bei diesen „Kongogräueln“ getötet - mehr als die Hälfte der Bevölkerung.
Nach dem Rückzug der Belgier wurde der Kongo 1960 unabhängig. Wenig später putschte sich Joseph Mobutu Sese Seko an die Macht und errichtete eine grausame Diktatur. Ab 1971 nannte er das Land „Zaire“. 1997 gelang es einer Rebellenarmee unter Laurent-Désiré Kabila, den greisen Diktator zu stürzen. Kabila wurde 2001, im „Zweiten Kongokrieg“, ermordet; sein Sohn Joseph Kabila übernahm die Regierung und versucht seither, dem Land zu einem Minimum an Stabilität zu verhelfen. Die Lage ist allerdings nach wie vor schwierig. Die Ostprovinzen sind noch immer nicht befriedet, die Infrastruktur ist weitgehend zerstört.
