Schon im 15. Jahrhundert wurde das Königreich Kongo unter dem Einfluss der Portugiesen katholisch. Heute gehören mehr als 25 von etwa 67 Millionen Einwohnern der römisch-katholischen Kirche an. Gottesdienste werden nach dem von Papst Johannes Paul II. 1988 promulgierten Zairischen Ritus gefeiert, der dem römischen Ritus sehr nahe ist, aber auch afrikanische Elemente wie etwa eine Anrufung der Heiligen und Vorfahren - integriert.
20 bis 30 Prozent der Kongolesen sind Protestanten. Dazu kommt die afrikanische unabhängige Kimbangistenkirche, deren Anhänger sich auf den als Propheten verehrten Simon Kimbangi (1889-1951) berufen. Die Angaben über die Größe der Kirche differieren stark und bewegen sich zwischen einer Million und zwölf Millionen. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind dem Islam zuzurechnen, weitere zehn Prozent bilden Anhänger alter afrikanischer Kulte und Religionen.
